Arnika – ein echtes Wunderkraut

In die Berg wächs I gern…

Arnika ist eine zu den Korbblütlern zählende, sehr ausdauernde Pflanze, die man in Höhenlagen bis zu 3.000 Metern findet. Ursprünglich in den Bergregionen Europas und Sibiriens heimisch, wird sie heute für die medizinische Verwendung in Kulturen angebaut. Bei uns steht die ca. 20 bis 60 cm hohe Arnika unter Naturschutz und darf nicht mehr gepflückt werden. Charakteristisch sind der haarige Stiel, die länglichen Blätter und die einzelnen gelben Blüten. Das Wichtigste allerdings sind die heilenden Eigenschaften, auf die ihre unterschiedlichen Namen hinweisen: Wundkraut, Bergwohlverleih, Kraftwurz oder Engelkraut geben einen Vorgeschmack auf die Wirksamkeit der in Arnika enthaltenen natürlichen Inhaltsstoffe.

Ein echtes Wunderkraut

Dass Arnika seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke genutzt wurde, ist unbestritten. Schon früh waren ihre entzündungshemmenden, schmerzstillenden und antirheumatischen Eigenschaften bekannt. Zudem wirkt sie antibakteriell bzw. antifungal bei Pilzerkrankungen. Ermöglicht wird dieses breite Spektrum durch eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe wie etwa Flavonoiden, Cumarinen, Phenolcarbonsäuren und ätherischem Öl. Die wohl bekannteste Zubereitung mit dieser Pflanze ist die Arnikatinktur, die aus den frischen Blüten hergestellt wird, indem man 10 Teile Blüten mit 10 Teilen 40%igem Alkohol übergießt und das Ganze zwei Wochen an einem dunklen Ort ziehen lässt sowie regelmäßig schüttelt. Arnika kann äußerlich z.B. als Umschlag mit Arnikatinktur oder in Form einer Salbe – bei Verletzungen, wie Blutergüssen, Prellungen oder Quetschungen, eingesetzt werden und auch bei rheumatischen Muskel- und Gelenkerkrankungen Linderung bringen. Muskelverspannungen, Venenentzündungen oder Schnitt- und Schürfwunden zählen ebenfalls zu den Anwendungsbereichen. Stark verdünnt (1/2 Löffel Arnikatinktur auf 1 Glas lauwarmes Wasser) eignet sich Arnika überdies hervorragend zum Spülen und Gurgeln bei Entzündungen in Mund oder Rachen.

Keine innere Anwendung!

So wunderbar die Effekte von Arnika sind, so gefährlich kann die Pflanze sein, wenn sie eingenommen wird. Aufgrund ihrer toxischen Eigenschaften ist somit die innere Anwendung – mit Ausnahme von homöopathischen Arzneien – nicht erlaubt! Vorsicht sollte man ebenso bei einer bestehenden Allergie gegen Korbblütler walten lassen und zudem eine langfristige Anwendung vermeiden. Hier können nämlich unter Umständen Ekzeme oder Bläschen auftreten. Keinerlei diesbezügliche Gefahr besteht bei homöopathischen Arnika-Präparaten, da die Wirkstoffkonzentration durch die extreme Verdünnung der Substanzen unbedenklich ist. Hier gilt Arnika als eines der wichtigsten Notfallmittel und sollte in jeder homöopathischen Hausapotheke enthalten sein. Arnica Montana gibt es als Globuli, Tabletten oder Tropfen in Ihrer St. Martin Apotheke. Dort bekommen Sie auch weitere Informationen zur Anwendung von Arnika in Form von Tinkturen, Salben und vielem mehr.

Arnika – kurz & bündig

  • Lateinischer Name: Arnica montana
  • Gehört zu den Korbblütlern
  • Gedeiht in Höhenlagen bis 3.000 m
  • Wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, antibakteriell
  • Umschläge bei stumpfen Verletzungen, rheumatischen Beschwerden

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