Katermittel im Check: Was hilft wirklich?

Hilfsmittel und Tipps gegen Kater

Alkohol und seine unerwünschten Begleiter

Wenn wir Alkohol trinken, beginnt unser Körper einen regelrechten Kampf gegen die schädlichen Stoffe, die bei der Verstoffwechselung des Alkohols entstehen. Einer dieser Übeltäter ist Acetaldehyd, ein Stoff, der maßgeblich zu den lästigen Katersymptomen beiträgt. Fast jedes alkoholische Getränk enthält außerdem geringe Mengen an Methanol, einem Fuselalkohol, der während der Herstellung von Alkohol entsteht und schädlich sein kann. Unser Körper versucht mithilfe eines Enzyms Methanol in Ameisensäure und Formalehyd aufzuspalten und es somit zu entgiften. Beide Stoffe sind in größeren Mengen hochgiftig und könnten auch zum Kater beitragen.

Während des Trinkens scheidet unser Organismus außerdem vermehrt Flüssigkeit und Elektrolyte aus, was zu einem Elektrolyt-Mangel führen kann. Dieser macht sich am nächsten Morgen bemerkbar, wenn wir uns ausgetrocknet und schlapp fühlen.

Kann man einen Kater also überhaupt vermeiden oder zumindest abmildern? Einige Weisheiten und Hausmittel versprechen das – doch ist da auch was dran? Sehen wir uns die folgenden Punkte genauer an:

1. Zwischenwasser

Was kann ein einfaches Glas Wasser zwischen alkoholischen Getränken schon bewirken? Zum einen verlangsamt es das Trinktempo und somit die Alkoholaufnahme. Zum anderen wirkt es dem Flüssigkeitsverlust entgegen, der oft für die Kopfschmerzen am nächsten Morgen verantwortlich ist. Wenn wir dehydriert sind, reagiert unser Körper empfindlich – und das macht sich nach einer feucht-fröhlichen Nacht deutlich bemerkbar.

2. Nicht auf nüchternen Magen trinken

Ein weiterer Tipp ist, vor dem Trinken etwas zu essen und so eine gute Grundlage zu schaffen. Alkohol wirkt schneller, wenn er auf nüchternen Magen konsumiert wird, da er direkt durch die Darmwand ins Blut gelangt. Wenn der Magen bereits mit Essen gefüllt ist, verzögert sich dieser Prozess. Aber Vorsicht: Auch wenn man sich durch eine üppige Mahlzeit sicher fühlen mag, die Wirkung des Alkohols wird dadurch nur verzögert, nicht aufgehoben.

3. „Bier auf Wein, das lass sein?“

Es gibt sie in vielen Varianten – die Trink-Weisheiten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ein weit verbreiteter Spruch ist z.B.: „Bier auf Wein, dass lass sein! Wein auf Bier, das lob ich mir.“ Die Idee dahinter ist, dass die Reihenfolge des Konsums von Bier und Wein unseren Körper unterschiedlich beeinflusst. Eine wissenschaftliche Studie hat jedoch gezeigt, dass es keinen wirklichen Unterschied macht, ob man zuerst Bier trinkt und dann Wein, oder umgekehrt. Viel entscheidender ist die Gesamtmenge an Alkohol, die wir konsumieren. Egal welches Getränk vorherrscht – zu viel Alkohol führt unweigerlich zu einem unangenehmen Kater am nächsten Morgen.

Aber woher stammt dann das Sprichwort “Bier auf Wein, das lass sein”? Hier steckt tatsächlich eine historische Erklärung dahinter. Früher konnten sich arme Menschen oft nur Bier leisten, während Wein ein Zeichen von gesellschaftlichem Aufstieg war. Daher galt es als erstrebenswert, Wein auf Bier zu trinken. Bier auf Wein war weniger beliebt, da es oft mit einem sozialen Abstieg verbunden wurde.

4. Kopfschmerztabletten: Noch vor dem Schlafengehen?

Eine lange Nacht liegt hinter uns und wir ahnen bereits, dass der nächste Morgen uns mit Kopfschmerzen begrüßen könnte. Da klingt es doch verlockend schon im Vorhinein eine Kopfschmerztablette zu nehmen, um sich gar nicht erst mit den Schmerzen plagen zu müssen. Doch Vorsicht – hier lauert eine potenziell gefährliche Kombination!

Medizinerinnen und Mediziner warnen ausdrücklich vor der Kombination von Medikamenten und Alkohol. Insbesondere Paracetamol, eine weit verbreitete Substanz in Kopfschmerztabletten, kann sehr gefährlich werden. Der Alkoholabbau aktiviert ein bestimmtes Enzym, das nicht nur Alkohol, sondern auch Medikamente schneller abbaut. Wenn Paracetamol zu schnell abgebaut wird, kann ein giftiger Stoff entstehen, welcher für die Leber äußerst schädlich ist.

Aber auch andere Schmerzmittel wie Aspirin können sich negativ auswirken, besonders wenn sie zusammen mit Alkohol konsumiert werden. Sie schädigen die Magenschleimhaut massiv, und wenn sie mit Alkohol kombiniert werden, stellt dies eine regelrechte Doppelbelastung für den Magen dar.

5. Katerfrühstück

Am nächsten Morgen fühlt sich unser Magen oft ziemlich ausgelaugt an. Vielen verlangt es dann vor allem nach salzigen und herzhaften Essen. Und das ist grundsätzlich keine schlechte Idee! Ein gutes Katerfrühstück gehört nämlich zu den besten Katermitteln!

Mit der richtigen Nahrung können wir unseren Mineralhaushalt wieder in Schwung bringen und unsere Körperchemie wieder ins Gleichgewicht bringen. Doch Vorsicht, nicht jede Speise ist gleichermaßen hilfreich. Schwere und fettige Speisen zum Frühstück sollte man vermeiden, da sie den Magen zusätzlich belasten können.

Stattdessen ist leicht verdauliche Kost ideal. Ein würziges Gemüse-Omelett, ein leckeres Spiegelei, eine Schüssel Obstsalat oder belegte Vollkornbrote sind leckere Optionen für dein Katerfrühstück, die gleichzeitig auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe liefern.

Bewährte Hausmittel

Unsere Natur bietet uns zahlreiche natürliche Katermittel. Frischer Ingwer kann bei Übelkeit und Kreislaufproblemen helfen. Frisch gerieben und vermischt mit Wasser oder als Tee unterstützt er das angeschlagene Nervensystem. Ein weiteres bewährtes Mittel ist die Kamille. Kamillentee hilft bei anhaltender Unruhe und beruhigt den angeschlagenen Magen. 

Der Körper kann nach dem Alkoholkonsum einen niedrigen Blutzuckerspiegel aufweisen – wir fühlen uns dadurch müde und schlapp. Hier kann Honig uns wieder auf die Beine helfen. Honig ist nämlich ein wahrer Muntermacher und unterstützt deinen Körper beim Abbau von Alkohol.

Bananen gehören ebenfalls zu den besten natürlichen Katermitteln, da sie reich an Kalium und Magnesium sind und so gegen lästige Kopfschmerzen helfen. Genieße sie als Katerfrühstück oder als Shake mit Milch und Honig!

Und nicht zu vergessen – das beste Hausmittel gegen Kater: Wasser! Trinke während des Feierns ausreichend Wasser und wechsle im Laufe des Abends immer wieder auf alkoholfreie Getränke, um dich gar nicht erst mit einem Kater zu plagen!

Hilfe aus der Apotheke

Wer doch gerne auf Hilfe aus der Apotheke zurückgreift, findet auch hier passende Unterstützung. Hilfreich sind zum Beispiel spezielle Elektrolyt-Pulver, die einen Mangel gezielter bekämpfen und somit den Kater abschwächen können. Ein besonders beliebtes Produkt ist das neue Elotrans Reload. Als Nahrungsergänzungsmittel auf Basis einer isotonischen Elektrolyt-Glucose-Mischung kann es dazu beitragen, die Elektrolyt-Verluste wieder auszugleichen. Vitamin B2 und B5 tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Das enthaltene Cholin trägt zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion bei.

Mit diesen Tipps und Hilfsmitteln kannst du dem Kater den Kampf ansagen und deinen Körper bestmöglich unterstützen! Für weitere Fragen stehen dir unsere ApothekerInnen und Apotheker der St. Martin Apotheke Villach jederzeit zur Verfügung!

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